Evaluierung der Parteien-Websites
admin | 14. August 2009Bündnis 90/Die Grünen und die CDU sind aus Sicht der Internetnutzer mit ihren Webauftritten am besten für den Bundestagswahlkampf aufgestellt. Dies zeigt die aktuelle Studie von facit digital.
Zwei Drittel der deutschen wahlberechtigten Online-Nutzer setzen das Internet heute ein, um sich über Politik zu informieren. Nach dem erfolgreichen Onlinewahlkampf Barack Obamas sind auch die Websites der deutschen Parteien zur anstehenden Bundestagswahl ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.
Doch erfüllen die Websites der großen Parteien auch die Wünsche der tatsächlichen Nutzer? Finden diese dort die Informationen, die sie suchen? Diesen Fragen ist das auf digitale Medien spezialisierte Marktforschungsinstitut facit digital in seiner aktuellen Nutzerstudie nachgegangen. (quelle)
Bewertet wurden die Websites in mehreren Dimensionen (Bedienbarkeit, Optische Anmutung, Möglichkeitm, sich einzubringen (”Web 2.0″), Funktionsumfang und Informationsangebot), außerdem wurde die Übersichtlichkeit der Internetauftritte durch Suchanweisungen getestet. Ebenfalls interessant sind die Auswirkungen der Websitebesuche auf die Sympathie für die Parteien. Hierzu wurde die Sympathie zu einer Partei vor und nach der Beurteilung abgefragt. Natürlich ist hier anzuzweifeln, dass dieser Anstieg in einer Testsituation erhoben wurde und somit auch die Texte (mit dem Ziel der Symapthiesteigerung) deutlich genauer gelesen wurden als dies ein “normaler” Nutzer tut. Differenziert wurde auch nach verschiedenen Teilstichproben. Interessant ist: FDP-Anhänger finden ihre präferierte Partei NACH dem Websitebesuch um 7 Punkte weniger (!!!) sympatisch als davor!
Befragt wurden 260 Personen in einer Onlinebefragung, gewichtet wurde anhand der Sonntagsfrage (W3B). Definitiv eine interessante Marktforschungstudie bzw. Politikstudie, die sich zu lesen lohnt.
Links:
Download der Studie
Pressemitteilung zur Studie
Artikel bei horizont.net: Schlechter Service für Parteien







